Volcano von Valenta
- Details
- Veröffentlicht am Dienstag, 19. Juli 2011 18:18
Der Volcano wurde von Valenta als Sportmodell entwickelt. Es gibt ihn in drei Versionen: als GFK, Kohle D-Box oder Vollkohle. Der Rumpf ist nicht als "Zweckmodell" geformt, sondern gleicht eher einer ASW 17. Die Geometrie des Höhenleitwerks scheint auch hiervon abgeschaut zu sein. Durch den bauchigen Rumpf lässt sich der Volcano sehr leicht zum Elektrosegler ausbauen. Dabei kann man bei der Bestellung schon angeben, ob man den Volcano als reinen Segler oder mit eingeharztem Motor-Spant haben möchte.
Ich hatte mir den Volcano in der D-Box Version bei Jürgen Schmierer bestellt. Positiv ist, dass man auch nicht aufgeführte Lackierungen bekommen kann. So habe ich meinen Volcano mit schwarzen Randbögen oben und schwarz/weißem Blockmuster unten als Lakierung für die Flächen bestellt.
Die Spannweite des Volcanos beträgt 370 cm. Die Flächen werden seitlich an den Rumpf gesteckt und mit einem Flächenstahl mit 10 mm Durchmesser verbunden. Zur Verdrehsicherung dient ein 6 mm dicker Vollkohlerundstab. Das Höhenleitwerk ist als Pendelruder ausgelegt und wird direkt über ein Servo unterhalb des Pendelleitwerk angesteuert. Das Höhenruderservo sitzt knapp unterhalb der Abschlussseite des Seitenleitweks. Damit ist auch ein Austausch des Servos, sollte dies mal notwendig werden, möglich.
Der Volcano besitzt neben den Querrudern noch Wölbklappen sowie doppelstöckige Störklappen, die bereits eingebaut sind. Als Servos habe ich überall S3150 von Futaba eingesetzt. Für die Wölb- und Störklappen können auch andere Servos zum Einsatz kommen, da im Einbaubereich der Servos die Wölbung der Fläche ausreichend Platz auch für 13 mm Servos bietet.
Zeitaufwendig ist der Einbau der Anlenkung für die Ansteuerung der Störklappen. Die Anlenkung ist nicht dabei und so wird das ganze zu einer längeren "Fummelei". Auch die Einstellung der Servowege, bis beide Störklappen gleichmäßig ausfuhren, hat mich viel Zeit gekostet.
Als Antrieb für den Volcano verwende ich einen Kontronik FUN 600-27 mit 5,2:1 Getriebe. Als Kontroller kommt ein Castle Creation 80 zum Einsatz, beides Relikte aus dem Absturz meines Dragons. Als Stromquelle kommt ein 5-Zelliger LiPo Akku mit 3200MAh zum Einsatz. In Verbindung mit einem fünfzelligen Ennelope Akku zur Empfängerstromversorgung komme ich so ohne zusätzliches Blei aus, um den Schwerpunkt einstellen zu können.
Mit einer 15x8 Klappluftschraube entwickelt der Antrieb genügend Leistung, um die ca. 4000 g des Volcano auf Höhe zu befördern. Es ist erstaunlich, welche Gleitleistung der Volcano entwickelt. Durch sein Gewicht hat er auch den notwendigen Durchzug. In der Kohle D-Box Version ist er in der Luft praktisch „unkaputtbar“. Alle bisher von mir geflogenen Manöver hat er klaglos und ohne Anzeichen von Überlastung mitgemacht.
Zur Landung fahre ich Butterfly und zusätzlich die Störklappen. Versuche, nur mit Butterfly zu landen, zeigten, dass der Volcano keine Höhe abbauen wollte. Die Nutzung nur der Störklappen führt zwar zu einem massiven Abbau von Höhe, die Geschwindigkeitsabnahme ist jedoch gering.
Nach mehreren Flügen habe ich den Schwerpunkt von 85mm auf 89 mm zurückverlegt. Damit ist der Volcano agil und trotzdem gutmütig zu steuern.
Wehrmutstropfen beim Volcano sind die 2-geteilten Flächen. Mit einem Maß von knapp 180 cm sind sie für den Transport schon ganz schön lang.
|
Technische Daten |
|
|
Hersteller |
V. J. V. VALENTA MODEL |
|
Spannweite |
3700 mm |
|
HLW-Spannweite |
745 mm |
|
Länge |
1470 mm |
|
FIügelprofil |
HQW 1,5/12 |
|
Höhenleitwerkprofil |
NACA 009 |
|
FIügelfläche |
67 dm2 |
|
Höhenleitwerkfläche |
8,1 dm2 |
|
FIüggewicht - Segler |
3400 g |
|
FIüggewicht - Elektro |
4000 g |
|
Flächenbelastung Segler |
50,7 g/dm2 |
|
Flächenbelastung elektro |
61 g/dm2 |

